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J.S. Bach: Die Motetten (Mai 2012)

Download Bericht Konzert Oberglatt (PDF)

Foto-Album (Fotos: Erika Bänziger)

Die Live-CD dieses Konzerts ist nun erhältlich

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an

Johann Sebastian Bach

Die MOTETTEN

Bach-Kantorei

Ensemble la fontaine
(Instrumente historischer Bauweise)

Wilfried Schnetzler, Leitung

Samstag, 12. Mai 2012, 20 Uhr

Evang. Kirche Teufen AR

Sonntag, 13. Mai 2012, 19 Uhr

Abendmusikzyklus Flawil-Gossau
Kirche Oberglatt

Programmheft, (PDF)

Programmvorschau

Der Geist hilft unser Schwachheit auf

Motette BWV 226 für zwei vierstimmige Chöre

Sinfonia aus Kantate BWV 156

Komm, Jesu, komm

Motette BWV 229 für zwei vierstimmige Chöre

Sinfonia aus Kantate BWV 35

Jesu, meine Freude

Motette BWV 227 für fünfstimmigen Chor

Sinfonia aus Kantate BWV 42

Fürchte dich nicht, ich bin bei dir

Motette BWV 228 für zwei vierstimmige Chöre

Sinfonia aus Kantate BWV 12

Singet dem Herrn ein neues Lied

Motette BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre

Die Motetten J.S. Bach's gehören zu den beliebtesten Werken des grossen Meisters, sie wurden seit Bach's Tod ununterbrochen gesungen. Das gehörte zur Tradition des Thomanerchors. Diese Werke, die in mancher Hinsicht auch zu den eigenwilligsten Kompositionen Bach's gehören, erwiesen sich gegenüber den beständig wechselnden musikalischen Moden als erstaunlich durchsetzungsfähig. Sie waren und sind so etwas wie die Paradestücke manchen Chors.

So erscheint es eher paradox, dass zu kaum einer Werkgruppe im Schaffen Bachs so wenig an konkreten Informationen vorliegt wie zu den Motetten. Dies mag mit der trotz aller Wertschätzung relativ schlechten Quellenlage zusammenhängen. Ausser den in der Aufführung der Bach-Kantorei musizierten fünf grossen Motetten, deren Urheberschaft gesichert ist, gibt es noch weitere Werke, die z.T. früher Bach zugewiesen wurden, oder von denen die Musikwissenschaft heute wieder denkt, dass sie Bach zuzuschreiben wären.

Auch über die Aufführungspraxis der Werke gibt es vielerlei Überlieferungen, Traditionen und Mutmassungen. Im 19. Jahrhundert wurden die Motetten als reine a-cappella-Stücke betrachtet. Zeugnissen der Bach-Zeit ist jedoch zu entnehmen, dass diese Art der Aufführung nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt. Auch gibt es zumindest zu „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ autographe Instrumentalstimmen, aus denen ersichtlich ist, dass beim Chor I Streicher, beim Chor II Holzbläser colla parte mitwirkten. Die Mitwirkung eines Basso Continuo in all diesen Werken darf ohnehin als gesichert angesehen werden.

So scheint es uns eine naheliegende und auch klanglich sehr reizvolle Lösung, in den Motetten Instrumente in vielfältiger Weise mitwirken zu lassen und gleichzeitig mit Instrumentalsätzen aus Kantaten eine gewisse Gliederung und interessante Auflockerung zu schaffen.

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