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Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem op. 45

in der «Londoner Fassung» für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Klavier zu vier Händen
nach der Bearbeitung des Komponisten für vierhändiges Klavier, ergänzt mit der Paukenstimme der Orchesterfassung.

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an

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Fotoalbum von Vorprobe und Konzert am 24.11.2013 in Teufen auf Flickr

Videos vom Konzert am 24.11.2013 auf Youtube

Die vom Dirigenten der Bach-Kantorei bearbeitete Version des Deutschen Requiems mit Klavier zu vier Händen und Pauken ist auf CPDL frei erhältlich: CPDL #31606, PartiturCPDL #31607, Klavier 4h.; CPDL @31608, Pauken

J.S. Bach: Die Motetten (Mai 2012)

Download Bericht Konzert Oberglatt (PDF)

Foto-Album (Fotos: Erika Bänziger)

Die Live-CD dieses Konzerts ist nun erhältlich

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an

Johann Sebastian Bach

Die MOTETTEN

Bach-Kantorei

Ensemble la fontaine
(Instrumente historischer Bauweise)

Wilfried Schnetzler, Leitung

Samstag, 12. Mai 2012, 20 Uhr

Evang. Kirche Teufen AR

Sonntag, 13. Mai 2012, 19 Uhr

Abendmusikzyklus Flawil-Gossau
Kirche Oberglatt

Programmheft, (PDF)

Programmvorschau

Der Geist hilft unser Schwachheit auf

Motette BWV 226 für zwei vierstimmige Chöre

Sinfonia aus Kantate BWV 156

Komm, Jesu, komm

Motette BWV 229 für zwei vierstimmige Chöre

Sinfonia aus Kantate BWV 35

Jesu, meine Freude

Motette BWV 227 für fünfstimmigen Chor

Sinfonia aus Kantate BWV 42

Fürchte dich nicht, ich bin bei dir

Motette BWV 228 für zwei vierstimmige Chöre

Sinfonia aus Kantate BWV 12

Singet dem Herrn ein neues Lied

Motette BWV 225 für zwei vierstimmige Chöre

Die Motetten J.S. Bach's gehören zu den beliebtesten Werken des grossen Meisters, sie wurden seit Bach's Tod ununterbrochen gesungen. Das gehörte zur Tradition des Thomanerchors. Diese Werke, die in mancher Hinsicht auch zu den eigenwilligsten Kompositionen Bach's gehören, erwiesen sich gegenüber den beständig wechselnden musikalischen Moden als erstaunlich durchsetzungsfähig. Sie waren und sind so etwas wie die Paradestücke manchen Chors.

So erscheint es eher paradox, dass zu kaum einer Werkgruppe im Schaffen Bachs so wenig an konkreten Informationen vorliegt wie zu den Motetten. Dies mag mit der trotz aller Wertschätzung relativ schlechten Quellenlage zusammenhängen. Ausser den in der Aufführung der Bach-Kantorei musizierten fünf grossen Motetten, deren Urheberschaft gesichert ist, gibt es noch weitere Werke, die z.T. früher Bach zugewiesen wurden, oder von denen die Musikwissenschaft heute wieder denkt, dass sie Bach zuzuschreiben wären.

Auch über die Aufführungspraxis der Werke gibt es vielerlei Überlieferungen, Traditionen und Mutmassungen. Im 19. Jahrhundert wurden die Motetten als reine a-cappella-Stücke betrachtet. Zeugnissen der Bach-Zeit ist jedoch zu entnehmen, dass diese Art der Aufführung nur eine von mehreren Möglichkeiten darstellt. Auch gibt es zumindest zu „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ autographe Instrumentalstimmen, aus denen ersichtlich ist, dass beim Chor I Streicher, beim Chor II Holzbläser colla parte mitwirkten. Die Mitwirkung eines Basso Continuo in all diesen Werken darf ohnehin als gesichert angesehen werden.

So scheint es uns eine naheliegende und auch klanglich sehr reizvolle Lösung, in den Motetten Instrumente in vielfältiger Weise mitwirken zu lassen und gleichzeitig mit Instrumentalsätzen aus Kantaten eine gewisse Gliederung und interessante Auflockerung zu schaffen.

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an...

Live-CD erhältlich

Johann Sebastian Bach

Messe in h-Moll
BWV 232

Susanne Frei, Sopran
Antonia Frey, Sopran II, Alt
Nino Aurelio Gmünder, Tenor
Manuel Walser, Bass

Ensemble la fontaine
(Instrumente historischer Bauweise)

Wilfried Schnetzler, Leitung

Samstag, 15. Januar 2011, 19.30 Uhr
Evang. Kirche Teufen AR

Sonntag, 16. Januar 2011, 17.00 Uhr
Stadtkirche Winterthur

Samstag, 4. Juni 2011, 20.00 Uhr
Kirche Linsebühl
, St. Gallen

Sonntag, 5. Juni 2011, 17.00 Uhr
Klosterkirche Rheinau
Bachs Vermächtnis (Tagblatt, 07.06.2011)
Gereift an Bach (Tagblatt, 01.06.2011)
Auf dem Gipfel von Bachs Schaffen (Appenzeller Zeitung, 14.01.11)
Denkwürdiges Jubiläumskonzert der Bach-Kantorei in Teufen (Appenzeller Zeitung, 21.01.11)
Download Programmheft (PDF)
«Das grösste Kunstwerk, das die Welt je gesehen hat», so beschrieb Carl Friedrich Zelter 1811 die Messe in h-Moll.
Haydn und Beethoven zählten zu ihren Bewunderern. Von der Romantik bis zur Gegenwart trug dieses Werk wie kein anderes den Ruhm Bachs in alle Welt.
Der Musikwissenschaftler Friedrich Blume nennt sie «eines der eindrucksvollsten Zeugnisse, das die Geschichte kennt, für jenen überkonfessionellen und gesamteuropäischen Geist, der die Musik am Ausgang des Barockzeitalters durchdrungen hat.»
Nicht ohne Grund gilt dieses Werk seit Generationen als monumentales Kunstwerk ersten Ranges.

In Bachs Lebenswerk nimmt diese Komposition eine einmalige Stellung ein; sie ist die einzige «Missa tota», also die Vertonung des gesamten Ordinariums der Messe, die Bach geschaffen hat. Diese Sonderstellung ist aber «in erster Linie bedingt durch die ungewöhnliche Vielfalt von Satzarten, Klang- und Ausdrucksformen, ein auffallend tiefschürfendes Wort-Ton-Verhältnis und ein ungewöhnliches Mass an kunstvoller Ausarbeitung. Bach selbst muss bewusst gewesen sein, dass seine handschriftliche Partitur ein Werk enthielt, für das es seinerzeit keine Parallelen gab.» (Christoph Wolff)

Dass sich die Bach-Kantorei die überaus anspruchsvolle Aufgabe der Aufführung dieses monumentalen Werks zu ihrem 25-Jahr-Jubiläum vorgenommen hat, gründet im Gedanken, dass diese Musik alles, womit sich die Kantorei im vergangenen Viertel­jahr­hundert musikalisch beschäftigt hat, in einmaliger Konzentration darstellt.
Und bei Bach hat das noch eine zusätzliche Dimension: Er fasst es am Ende seiner handschriftlichen Partitur, nach dem «Dona nobis pacem», mit dem alle seine Werke beschliessenden Kürzel zusammen: Fine D S Gl

«Deo Soli Gloria» – «Gott allein die Ehre»

Festkonzerte
zum 30-jährigen Jubiläum

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an.

Mit Monteverdis «Vespro della Beata Vergine» (Marienvesper, 1610) feierte die Bach-Kantorei ihr 30-jähriges Bestehen unter ihrem Gründer und Leiter Wilfried Schnetzler

Samstag, 14. November 2015, 19.30 Uhr
Evang. Kirche Teufen AR


Sonntag, 15. November 2015, 17.00 Uhr
Andreaskirche Gossau SG

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Konzert am 14.11.15 in Teufen (Foto: Markus Mettler)

Solistenensemble
Ensemble la fontaine
Bach-Kantorei
Leitung Wilfried Schnetzler

Noch einmal an die Quellen
Artikel von Bettina Kugler im St. Galler Tagblatt vom 11. November 2015
Artikel als PDF herunterladen

Claudio Monteverdi
Die Marienvesper

Programmheft

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Lass alles, was du hast...

Zeit und Ewigkeit - Text und Musik

Samstag, 21. November 2009, 19.30 Uhr, Evang. Kirche Teufen AR

Sonntag, 22. November 2009, 17.00 Uhr, Stadtkirche Diessenhofen TG

Heinrich Schütz (1585-1672)
Zwei Motetten aus "Geistliche Chormusik, 1648"

Leonhard Lechner (um 1553 - 1606)
Deutsche Sprüche von Leben und Tod (aus der posthumen Handschrift 1609)

Hugo Distler (1908-1942)
Totentanz aus "Geistliche Chormusik" op. 12

Ruth Bischofberger, Querflöten
Diana Dengler, Sprecherin
Bach-Kantorei, Teufen
Wilfried Schnetzler, Leitung

 

Download Programm (PDF, 56 KB)

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an...

Sie finden trotzdem noch einige Infos darüber:

Presse (PDF, 30 KB) St. Galler Tagblatt, 18.11.2008

Johann Sebastian Bach:
Kantaten und Lutherische Messe G-Dur

Samstag, 15. November 2008, 19.30 Uhr, Kirche St. Mangen, St. Gallen

Sonntag, 16. November 2008, 17.00 Uhr, Evang. Kirche Teufen

Programmheft (PDF, 1MB)

 

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an...

Konzerte mit Musik von Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach

Samstag, 24. November 2007, 19.30 Uhr, Evang. Kirche Altstätten SG

Sonntag, 25. November 2007, 17.00 Uhr, Evang. Kirche Speicher AR

Programm

Presse: Altstätten,Speicher (Beide Berichte vom selben Journalisten)

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Vesperae solennes de Dominica (KV 321)

Requiem d-Moll (KV 626) Fassung Robert D. Levin

Samstag, 4. November 2006, 20.00 Uhr, Evang. Kirche Teufen AR
Sonntag, 5. Nobember 2006, 17.15 Uhr, Katholische Kirche Weinfelden TG

Dorothea Frey, Sopran
Elizabeth McQueen, Alt
Frédéric Gindraux, Tenor
Wolf Matthias Friedrich, Bass
Orchester ad fontes (auf historischen Instrumenten)

Leitung: Wilfried Schnetzler

Programmheft

 

Presse Teufen (PDF, 27KB), Presse Weinfelden (PDF)

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an...

Freitag, 9. September 2005, Evang.-Ref. Kirche Rapperswil SG

Sonntag, 11. September 2005, Kreuzkirche Zürich-Hottingen

Linth-Zeitung, Montag, 12. September 2005, Bericht aus Rapperswil (PDF)

 

Video-Clips, Live-Aufnahme 11.09.2005 Kreuzkirche Zürich auf YouTube

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an...

Appenzeller Zeitung, Dienstag, 21. Juni 2005


Würdiges Jubiläum der Bach-Kantorei

Hochstehendes Konzert, an dem auch der Schweizer Komponist Willy Burkhard geehrt wurde

teufen. Die Bach-Kantorei Appenzeller Mittelland beging ihr zwanzigjähriges Bestehen am Samstagabend in Teufen mit einem eindrücklichen Chor- und Orgelkonzert.

Siegrun Schmidt

Unter Leitung von Wilfried Schnetzler wurden in der evangelisch-reformierten Kirche Teufen Werke von Johann Sebastian Bach und Willy Burkhard dargeboten.

Bedeutender Komponist

Es war ein würdiges Jubiläum, das zugleich aufs Datum genau des 50. Todestages eines der bedeutendsten Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts gedachte: Am 18. Juni 1955 ist Willy Burkhard im Alter von 55 Jahren gestorben, ein Grund für die Bach-Kantorei, sich mit dem Schaffen dieses genialen Komponisten auseinanderzusetzen, der mit seinen Werken wegweisende Impulse zur Entwicklung der geistlichen Musik unserer Zeit geleistet hat. So passt sein Schaffen in das Wirken der Bach-Kantorei, deren Repertoire neben den grossen Werken von Bach und Händel - man erinnert sich an die grossartigen Interpretationen von «Saul» und «Belshazzar» in historischer Aufführungspraxis - auch das zeitgenössische Repertoire umfasst und damit die grosse Spannbreite des Chores aufzeigt.

Auf der Orgel eingeleitet

Während noch die letzten Strahlen der Abendsonne durch die schönen Kirchenfenster blitzten, leitete Ursula Jaggi das Konzert auf der Orgel feierlich mit Präludium und Fuge in a-Moll von Johann Sebastian Bach ein, in welchem sie mit dem facettenreich gestalteten Fugensatz begeisterte.

Immense Schwierigkeiten

Das Hauptwerk des Abends war zweifelsohne die Kantate «Die Sintflut» von Willy Burkhard. Das A-cappella-Werk entstand als letzte Komposition kurz vor dem Tode das Komponisten und war einst dem renommierten Berner Kammerchor gewidmet. Der Bach-Kantorei kommt das Verdienst zu, hier ein eindrückliches Stück Musik zu Gehör zu bringen. Burkhard hatte Texte aus dem Alten Testament (Genesis) zusammengestellt und diesen eine bewegende Form gegeben. Doch seine Tonsprache enthält ohne Kompromisse für den Chor immense Schwierigkeiten, Chromatik, Reibungen, Dissonanzen, welche die Bach-Kantorei unter Wilfried Schnetzlers Leitung mühelos bewältigte. Schöner Chorklang in allen Stimmgruppen, homogen und gut ausgebildet, textverständlich und überaus intonationssicher, so überzeugte der Chor in dieser äusserst anspruchsvollen Komposition, die sowohl gestalterische Dramatik als auch betrachtende und ruhige, gesangliche Sequenzen umfasst. Solistische Einsätze der verschiedenen Chorregister unterstrichen die nuancierten Ausdrucksmöglichkeiten des vorzüglich geschulten Vokalensembles.

Bach-Motette

Sehr stimmig leitete Ursula Jaggi an der Orgel nach dieser beeindruckenden Darbietung mit dem Choralvorspiel «Allein Gott in der Höh sei Ehr» von Johann Sebastian Bach zum zweiten grossen Chorwerk des Konzerts über, der Bach-Motette «Jesu, meine Freude».

Höchstes Niveau bewiesen

Auch hier bewies der Chor, unterstützt von Ursula Jaggi als Orgel-Continuospielerin, höchstes Niveau. Die gross angelegte Motette wechselt zwischen strengen Choralsätzen, bewegten Textausdeutungen und Choralvariationen, die dem Chor höchste Präsenz abverlangen. Transparent im Klang des fünfstimmigen Satzes entfaltete sich das Werk in seinen verschiedenen Schattierungen und zeigte aufs Neue die flexible Gestaltungskraft und Stimmschönheit der Bach-Kantorei.

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Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Belshazzar
Dramatisches Oratorium in drei Teilen, HWV 61

Samstag, 6. März 2004, 19.00 Uhr
Tonhalle St. Gallen

Sonntag, 7. März 2004, 17.00 Uhr
Stadtkirche Winterthur

Hermann Oswald, Tenor - Belshazzar, König von Babylon
Simone Kermes, Sopran - Nitocris, Mutter von Belshazzar
Elizabeth McQeen, Mezzosopran - Cyrus, persischer Prinz
Martin Oro, Countertenor - Daniel, ein jüdischer Prophet
Wolf Matthias Friedrich, Bass - Gobrias, zu Cyrus übergelaufener assyrischer Adliger
Jean-François Morin, Tenor - Arioch, babylonischer Edelmann
Peter Walser, Bass - Bote
Cornelius Glaus, Altus; Jean-François Morin, Tenor; Kurt Tschirren, Bass - Weise Männer
Nadja Schnetzler, Sopran; Cornelius Glaus, Altus; Jean-François Morin - Chorsolisten


Bach-Kantorei
Orchester ad fontes (auf historischen Instrumenten)

Leitung: Wilfried Schnetzler

Programmheft (PDF)

Live-CD

 

Presse:

Bericht im St. Galler Tagblatt vom 8.3.2004 (Konzert in St. Gallen)
Bericht im Landboten Winterthur vom 11.3.2004 (Konzert in Winterthur)

Nach Saul (1994) und Messias (1997/98) hat sich die Bach-Kantorei Appenzeller Mittelland 2004 mit BELSHAZZAR wieder ein grosses Oratorium von Georg Friedrich Händel vorgenommen und brachte es unter der Leitung von Wilfried Schnetzler in einer glanzvollen Besetzung am 6. März 2004 (19.00 Uhr) in der Tonhalle St. Gallen und am 7. März 2004 (17.00 Uhr) in der ref. Stadtkirche Winterthur zur Aufführung.

Der Kern der Handlung des Oratoriums findet sich in der Bibel, im fünften Kapitel des Propheten Daniel, wo erzählt wird, wie König Belsazar mit grossem Pomp das Sesach-Fest feiert, und dabei die heiligen Tempelgefässe, welche sein Vater Nebukadnezar in Jerusalem geraubt hatte, für das Gelage missbraucht. Dabei „lobten sie die goldenen, silbernen, ehernen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter“. Im gleichen Moment „gingen hervor Finger wie von einer Menschenhand“, die schrieben eine unverständliche Schrift auf die Wand in dem königlichen Saal. Die königlichen Weisen und Magier können die Schrift nicht deuten. Erst Daniel, einer der gefangenen Juden, deutet die Worte „mene mene tekel upharsin“: Gott hat dein Königtum gezählt und beendet. Man hat dich auf der Waage gewogen und zu leicht befunden. Dein Reich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben. Lapidar schliesst die Geschichte: „Aber in derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, getötet“.

Der Librettist, Charles Jennens, hat diese Erzählung aus der Bibel mit weiteren Berichten aus historischen Quellen ergänzt und daraus ein äusserst dramatisches Libretto geschaffen.

Händel bleibt dieser Dramatik nichts schuldig. Die Mittel, welche er dabei anwendet, weisen ihn als erfahrenen Opernkomponisten aus.

Dem Chor fällt eine mehrfache anspruchsvolle und grosse Aufgabe zu: Es gilt, die verschiedenen beteiligten Volksgruppen glaubhaft zu repräsentieren. Dabei hat der Komponist die Charaktere sehr schön herausgearbeitet. Die wilden, zügellosen Babylonier kontrastieren mit den strengen, wohlgeformten Chören der Juden, die Perser treten in kriegerischer Zuversicht auf.

Auch die Solopartien sind wundervoll auf die Charaktere der Personen zugeschnitten. Händel ist dabei sparsam mit langen Arien umgegangen. Stattdessen schrieb er häufig Accompagnato-Rezitative, d.h. solche, wo die Sänger statt nur vom Generalbass vom ganzen Orchester begleitet werden. Dieses Mittel dient einer musikalischen Straffung des Textes und treibt die Handlung voran.

Die instrumentale Besetzung ist vielfältig. Händel verwendet das normale barocke Streichorchester mit Oboen, ausser bei den Königs- und Kriegsmusiken, wo Trompeten und Pauken erklingen, sowie eine der Zeit entsprechend farbige, variabel eingesetzte Generalbassgruppe, welche in dieser Aufführung mit Cembalo, Orgel, Laute, Violoncello, Violone, Fagott und Contrafagott besetzt ist.

Das Oratorium wird in englischer Originalsprache dargeboten. Um dem Publikum trotzdem die Textverständlichkeit zu ermöglichen, werden – wie heute im Theaterbetrieb oft üblich – sogenannte Übertitel eingesetzt, d.h. der deutsche Text wird synchron mit der Musik oberhalb der Ausführenden projiziert. Damit ist ein praktisch müheloses Verständnis der Handlung möglich ohne auf die überzeugendere klangliche Realisierung in der Originalsprache zu verzichten.
Die Projektionsfläche ist in St. Gallen von fast allen Plätzen aus gut sichtbar (ausg. hintere Galerieplätze). In Winterthur ist die Sicht aus dem Mittelschiff gut.

Die anspruchsvollen Solopartien werden von international bekannten Vokalsolisten gesungen, das auf historischen Instrumenten spielende Orchester ad fontes, welches seit 1989 in vielen Konzerten mit der Bach-Kantorei zusammen musizierte, wird die Händelsche Klangpracht angemessen zur Geltung bringen, die Bach-Kantorei, welche in einer zwar nur mittelgrossen, aber in musikalischer Hinsicht sehr reifen Besetzung das Werk erarbeitet hat brennt darauf, ihren treuen Konzertbesucherinnen und –besuchern ein Händelfest erster Güte präsentieren zu dürfen.

Diese Konzerte gehören der Vergangenheit an...

Johann Sebastian Bach

Johannes-Passion

Gründonnerstag, 28. März 2002, 19.30 Uhr,Kirche Linsebühl, St. Gallen

Karfreitag, 29. März 2002, 17.00 Uhr, Evang. Kirche Teufen

Sonntag, 9. Juni 2002, 17.00 Uhr, Klosterkirche Rheinau

Christine Esser, Sopran
Elizabeth McQueen, Alt
Hans Jörg Mammel, Tenor
Samuel Zünd, Bariton
Michael Leibundgut, Bass
Ensemble ad fontes
Bach-Kantorei

Wilfried Schnetzler, Leitung

Programmheft (PDF)

Presse:
St. Galler Tagblatt, 30.03.2002
Schaffhauser Nachrichten, 11.06.2002
Der Landbote, Winterthur, 12.06.2002

 

Hier sind die wichtigsten durch die Bach-Kantorei seit 1985 aufgeführten Werke verzeichnet. Nicht aufgelistet sind unzählige gottesdienstliche Musikbeiträge und Volkslieder bei offenen Singen etc.

Bach, Johann Sebastian (1685-1750)

Motette BWV 225 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (2012)
Motette BWV 226 „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ (2012)
Motette BWV 227 „Jesu, meine Freude“ (2005, 2006, 2012)
Motette BWV 228 „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“ (2007, 2012)
Motette BWV 229 „Komm, Jesu, komm“ (2007, 2012)
Messe in h-Moll, BWV 232 (2011)
Kantate BWV 43, „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ (2008)
Kantate BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ (2008)
Missa brevis G-Dur, BWV 236 (2008)
Choralsätze zum Orgelbüchlein, Festkreis Jahreswechsel (2006)
Johannes-Passion, BWV 245 (1992, 2002)
Kantate BWV 137 „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ (2000)
Kantate BWV 35 „Geist und Seele wird verwirret“ (2000)
Kantate BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“ (2000)
Magnificat D-Dur, BWV 243 (2000)
Kantate BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“ (2000)
Kantate BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (Actus tragicus) (1986, 1999)
Kantate BWV 40 „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes" (1998)
Choralsätze zum Orgelbüchlein, Nr. 34-45) (1996)
Choralsätze zum Orgelbüchlein (Passion) (1996)
„Ehre sei dir, Gott, gesungen“ BWV 248/5 (1996)
Kantate BWV 72 „Alles nur nach Gottes Willen“ (1996)
Kantate BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“ (1996)
Kantate BWV 76 „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ (1996)
„Fallt mit Danken, fallt mit Loben“ BWV 248/4 (1995)
Weihnachtsoratorium, BWV 248, Teile I-III (1985, 1989)
Weihnachtsoratorium, BWV 248, Teile IV-VI (1990)
Choralsätze zum Orgelbüchlein (Festkreis Weihnachten) (1987)


Brahms, Johannes (1833-1897)

Ein deutsches Requiem (2013)


Burkhard, Willy (1900-1955)

Der 93. Psalm für einstimmigen Chor und Orgel (2000)
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“, Kleiner Psalter, op. 82 (1991)
„Eile, Gott, mich zu erretten“, Kleiner Psalter, op. 82 (1991)
„Herr, wie lange willst du mein so gar vergessen“, Kleiner Psalter, op. 82 (1991)
„Die Sintflut“ Kantate op. 97 für gem. Chor a cappella, 1954/55 (2005 (5x))


Distler, Hugo (1908-1942)

Der Totentanz (1992, 1998, 2009)
Die Weihnachtsgeschichte (2002)


Händel, Georg Friedrich (1685-1759)

Belshazzar, Oratorium (2004)
Messiah (1997, 1998)
Saul, Oratorium (1994)


Haydn, Joseph (1732-1809)

Missa St. Johannis de Deo (2004)


Kaminski, Heinrich (1886-1946)

Der 130. Psalm (1991)


Lechner, Leonhard (um 1533-1606

Deutsche Sprüche von Leben und Tod, 1606 (2009)


Monteverdi, Claudio

Vespro della Beata Vergine (Marienvesper) (2015)


Mozart, W.A. (1756-1791)

Vesperae solennes de Dominica, KV 321 (2006)
Requiem, KV 626 (Fassung Levin) (2006)


Schütz, Heinrich (1585-1672)

Die mit Tränen säen (Geistliche Chormusik) (1991, 1992, 2009)
Selig sind die Toten (Geistliche Chormusik) (2009)
Musikalische Exequien, SWV 279-281 (1998, 1999, 2003, 2007)
Der 100. Psalm, SWV 493 (2007)
Deutsches Magnificat, SWV 494 (2007)
Motette SWV 380 „Also hat Gott die Welt geliebt“ (1999)
Motette SWV 379 „So fahr ich hin zu Jesu Christ“ (1986, 1992, 1999)
Konzert SWV 415 „Saul, Saul, was verfolgst du mich“ (1999)
Johannes Passion (1998, 1994)
„Verleih uns Frieden gnädiglich“ (Geistliche Chormusik) (1986, 1992)
„Aus der Tiefe Rufe ich, Herr, zu dir“ SWV 25 (1991)
„Herr, auf dich traue ich“ (Geistliche Chormusik) (1986, 1991)
Motette „Gib unsern Fürsten“ (Geistliche Chormusik) (1986)


Telemann, Georg Philipp (1681-1767)

Lukas-Passion (1744) (1988)


Vivaldi, Antonio (1678–1741)

Gloria D-Dur (1994)


   
© Bach-Kantorei